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Wolgast, 1. Februar 2007

Produktionsschulen gründen Bundesverband

Unterstützung für Bundesbildungsministerin bei der Offensive gegen Schulabbrecher

Am 1. Februar 2007 hat in Mecklenburg-Vorpommern der Gründungskongress des Bundesverbandes der Produktionsschulen in Deutschland stattgefunden. Gastge- ber war die Produktionsschule Wolgast des CJD Insel Usedom-Zinnowitz.
Als Vorsitzender wurde Thomas Johanssen, Leiter der Produktionsschule Altona in Hamburg, gewählt. Zu weiteren Vorstandsmitgliedern wurden gewählt:
Cortina Gentner, TU Hannover, Holger Kiehn, CJD Produktionsschule Waren/Müritz, Sabine Trepke, Produktionsschule Westmecklenburg, Bernd Reschke, Werkstatt- schule Hannover.
Zu der von der Bundesbildungsministerin Schavan verkündeten "Offensive für den Bildungsaufstieg" erklärte Johanssen: "Wir unterstützen den Plan der Ministerin, die Zahl der Schulabgänger ohne Abschluss zu halbieren. Wir arbeiten bereits daran. Die Ministerin sollte sich von dem Erfolg der Produktionsschulen selbst überzeugen."

Der neue Bundesverband hat es sich zur Aufgabe gemacht,

  • die Ausbildung, die Weiterbildung und die Erziehung junger Menschen in Produktionsschulen zu fördern
  • die Idee der Produktionsschulen durch gezielte Netzwerk- und Öffentlich- keitsarbeit zu vertreten
  • die Interessen der Produktionsschulen gegenüber den Bildungs- und Arbeits- ministerien im Bund und in den Ländern sowie gegenüber der Arbeitsverwal- tung zu vertreten

Der Bundesverband setzt sich für einen massiven Ausbau von Produktionsschulen überall in Deutschland ein.
In Produktionsschulen werden Jugendlichen mit beruflichem Förderbedarf Kenntnisse, Fähigkeiten und Verhaltensweisen vermittelt, die für die Aufnahme einer Berufsausbildung und einer Erwerbstätigkeit notwendig sind.
Wesentlich für das Produktionsschulkonzept ist die untrennbare Verbindung zweier Merkmale: Produktion und Dienstleistungen bilden den didaktischen Kern, Werkstätten bilden ihr pädagogisches Zentrum. Das Lernen erwächst aus der produktiven Handlung. Maßstab bei der Produktion von Gütern und Dienstleistungen ist die Vereinbarkeit mit den pädagogischen Zielen sowie mit der Marktrealität im Umfeld der Produktionsschule. Die Teilnahme am Lernen und Arbeiten in einer Produktionsschule wird entlohnt.



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